Von der ersten Begegnung zum Projekterfolg: Technische Beratung für Architekten und Bauherrschaften
Autor: Jamal Harrab
von Jamal Harrab
Planer- und Bauherrenberater / Anwendungstechniker
Planer- und Bauherrenberatung am Beispiel der Zusammenarbeit mit der Arndt Geiger Hermann Architektur
Erfolgreiche Bauprojekte entstehen dort, wo unterschiedliche Fachkompetenzen früh zusammenkommen. Mit unserer Planer- und Bauherrenberatung unterstützen wir Architektinnen und Architekten, Bauphysikbüros sowie öffentliche und private Bauherrschaften deshalb bereits in der Planungsphase.
Als Planer- und Bauherrenberater (PBB) begleitet Jamal Harrab Projekte von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Umsetzung. Dabei geht es nicht nur darum, unsere Produkte und Systeme vorzustellen, sondern vor allem darum, die Anforderungen unserer Kunden zu verstehen, technische Herausforderungen gemeinsam zu analysieren und die bestmögliche Lösung für jedes Projekt zu entwickeln.
Der persönliche Austausch schafft die Grundlage für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit. Aus einem ersten Kennenlernen entstehen oft langfristige Beziehungen und konkrete Projekte, bei denen wir unsere Kunden mit technischem Know-how, Erfahrung und praxisnaher Unterstützung begleiten.

Vom ersten Kontakt zum gemeinsamen Projekt

Ein aktuelles Beispiel unserer Planer- und Bauherrenberatung ist die Zusammenarbeit mit der ARNDT GEIGER HERRMANN AG aus Zürich. Der erste Kontakt entstand durch einen persönlichen Besuch und die Vorstellung unserer Systeme, Produkte und technischen Dienstleistungen.

Im Mittelpunkt standen zunächst das gegenseitige Kennenlernen, die Anforderungen des Planungsteams und mögliche Lösungsansätze. Gleichzeitig konnten wir aufzeigen, wie unsere Planer- und Bauherrenberatung bereits in einer frühen Projektphase unterstützen kann.

Aus diesem ersten Austausch entwickelte sich Schritt für Schritt eine konkrete Zusammenarbeit. Heute begleiten wir das Projekt mit technischer Beratung sowie bauphysikalischen Berechnungen und Nachweisen. Diese Projektpartnerschaft entstand durch Fachwissen, Vertrauen und eine gemeinsame Zielsetzung.

Technische Unterstützung bereits in der Planungsphase

Neben unseren Produkten und Systemen bringen wir vor allem bauphysikalisches Fachwissen und unsere persönliche Beratung in Projekte ein. Unsere technischen Dienstleistungen ergänzen die Arbeit der beteiligten Fachplaner und unterstützen sie bei konkreten Fragestellungen.

Unser Leistungsangebot umfasst unter anderem:

  • bauphysikalische Berechnungen und Nachweise
  • Wärme- und Feuchteschutznachweise nach SIA 180
  • Bauteil-Schallschutznachweise nach SIA 181
  • raumakustische Nachweise nach SIA 181/1 sowie DIN 18041
  • Unterstützung bei technischen Detailfragen und Planungsdokumentationen

Dabei ersetzen wir nicht die Arbeit der Fachplaner. Unsere technischen Dienstleistungen ergänzen deren Fachkompetenz dort, wo wir mit unserem Wissen zu Systemen, Materialien und Anwendungen einen zusätzlichen Beitrag leisten können. So unterstützen wir Planungsteams gezielt bei konkreten Fragestellungen und bei der Entwicklung passender Lösungen.

Für unsere Kundinnen und Kunden bedeutet das kurze Abstimmungswege und technische Unterstützung, die direkt mit dem jeweiligen Projekt und den vorgesehenen Lösungen verknüpft ist.

Frühzeitig planen und Qualität langfristig sichern

In der frühen Planungsphase werden viele Entscheidungen getroffen, die Qualität, Funktion und Wirtschaftlichkeit eines Gebäudes langfristig beeinflussen.

Wärme- und Feuchteschutz, Schallschutz und Raumakustik müssen dabei mit der Konstruktion und der vorgesehenen Nutzung zusammenspielen. Werden diese Anforderungen früh berücksichtigt, können technische Herausforderungen rechtzeitig erkannt und Details gezielt optimiert werden.

Das schafft mehr Planungssicherheit und kann dazu beitragen, spätere Anpassungen während der Ausführung zu reduzieren.

Gerade hier sehen wir eine wichtige Aufgabe unserer Planer- und Bauherrenberatung: Wir bringen unser Produkt- und Anwendungswissen frühzeitig ein und stimmen uns direkt mit den Projektbeteiligten ab.

Raumakustik als wichtiger Bestandteil moderner Gebäude

Ein Schwerpunkt des aktuellen Projekts der Planer- und Bauherrenberatung in Zürich liegt im Bereich Raumakustik. Eine hochwertige Raumakustik trägt wesentlich zur Qualität eines Gebäudes und zum Wohlbefinden seiner Nutzer bei. Besonders in Bürogebäuden sind eine gute Sprachverständlichkeit, reduzierte Störgeräusche und eine angenehme Arbeitsatmosphäre entscheidende Faktoren.

Wir haben im Projekt in Zürich verschiedene Nutzungsbereiche einzeln betrachtet, darunter Büros, Sitzungszimmer, Studio, Multizone sowie Teeküche und Lounge.

Für die Berechnungen wurden unter anderem Raumabmessungen und Raumvolumen, die vorgesehene Nutzung, Oberflächen, Möblierung, Personenbelegung und schallabsorbierende Flächen berücksichtigt. Die Berechnungen orientieren sich an den Anforderungen der DIN 18041.

Dass jeder Raum separat betrachtet wird, ist entscheidend. Ein Sitzungszimmer stellt andere Anforderungen als ein grösserer Bürobereich oder eine multifunktional genutzte Zone. Entsprechend unterscheiden sich auch die Zielwerte für die Nachhallzeit.

Beim untersuchten Sitzungszimmer mit einem Raumvolumen von rund 48 m³ liegt der Zielwert der Nachhallzeit beispielsweise bei 0,48 Sekunden. Die berechnete durchschnittliche Nachhallzeit beträgt in der betrachteten Variante 0,47 Sekunden ohne Personen und 0,45 Sekunden mit Personen. Die Anforderungen nach DIN 18041 werden damit in der Berechnung erfüllt.

Auch bei weiteren untersuchten Bereichen liegen die berechneten Werte innerhalb der vorgesehenen Bereiche. Für das Büro GL wurde beispielsweise ein Zielwert von 0,64 Sekunden angesetzt. Die Berechnung ergibt durchschnittlich 0,59 Sekunden ohne Personen beziehungsweise 0,58 Sekunden mit Personen.

Im grösseren Bürobereich mit einem Raumvolumen von rund 287 m³ wurde mit einem Zielwert von 0,77 Sekunden gerechnet. Auch dort weist die Berechnung die Anforderungen nach DIN 18041 als erfüllt aus.

Diese Beispiele zeigen, weshalb raumakustische Planung nicht pauschal erfolgen kann. Nutzung, Raumgrösse und Materialisierung müssen zusammen betrachtet werden.

Vom Rechenmodell zur passenden Lösung

In den untersuchten Berechnungsvarianten wurden nicht nur die geometrischen Eigenschaften der Räume berücksichtigt. Auch unterschiedliche Materialien und Absorptionsflächen fliessen in das Modell ein.

Dazu gehören beispielsweise Betonflächen, Bodenbeläge, Fenster, Holztäfer, Vorhänge und Möblierung. Als akustisch wirksame Lösung wurde in den Berechnungen unter anderem Sonic Panel als abgehängtes Segel 50 mm mit einer Abhängung von 140 mm berücksichtigt.

Damit lässt sich bereits während der Planung beurteilen, wie sich eine vorgesehene Lösung auf die Nachhallzeit eines Raums auswirkt. Für Architektinnen, Architekten und Fachplaner entsteht so eine fundierte Grundlage, um Gestaltung, Nutzung und akustische Anforderungen aufeinander abzustimmen.

Beispiel einer Berechnung:

Nachhallzeitberechnung eines Büroraums nach DIN 18041 mit und ohne Personen

 

Beratung, Produktmanagement und Produktion arbeiten zusammen

Neben den technischen Anforderungen müssen auch gestalterische und nutzungsbezogene Aspekte berücksichtigt werden. Deshalb wurden unser Produktmanagement und unser Produktionsteam frühzeitig in die Planung einbezogen.

Unser Produktmanagement unterstützt bei der Abstimmung der Systeme auf die jeweiligen Anforderungen und bringt Erkenntnisse aus konkreten Projekten in die Weiterentwicklung unserer Lösungen ein.

Auch unsere Produktion bringt ihre praktische Erfahrung ein. So können wir bereits bei der Planung berücksichtigen, wie sich vorgesehene Lösungen zuverlässig und wirtschaftlich umsetzen lassen.

Diese Verbindung zwischen Beratung, Produktmanagement und Produktion ermöglicht kurze Abstimmungswege und Lösungen, die nicht nur rechnerisch funktionieren, sondern auch in der praktischen Umsetzung berücksichtigt werden können.

Was unsere Kundinnen und Kunden davon haben

Unsere Planer- und Bauherrenberatung verbindet persönliche Betreuung mit technischem Fachwissen und der Erfahrung unserer internen Fachbereiche.

Für unsere Kundinnen und Kunden bedeutet das:

  • technische Fragestellungen frühzeitig klären
  • bauphysikalische Anforderungen bereits in der Planung berücksichtigen
  • Lösungen auf Raum und Nutzung abstimmen
  • interne Fachkompetenzen gezielt einbinden
  • spätere Anpassungen möglichst reduzieren
  • Planungssicherheit erhöhen

Gerade bei komplexeren Projekten entsteht der Mehrwert nicht durch eine einzelne Leistung, sondern durch das Zusammenspiel der Beteiligten.

Persönlicher Austausch schafft Klarheit

Pläne, konstruktive Details oder bauphysikalische Anforderungen lassen sich im direkten Austausch oft effizient klären. Vor Ort können Projektunterlagen gemeinsam betrachtet, offene Punkte besprochen und mögliche Lösungswege direkt eingeordnet werden.

Für uns ist persönliche Beratung deshalb mehr als die Vorstellung eines Produkts. Wir möchten verstehen, was ein Projekt benötigt und an welchen Stellen unser Fachwissen einen konkreten Beitrag leisten kann.

Fazit

Das Projekt mit der ARNDT GEIGER HERRMANN AG zeigt, wie aus einem ersten persönlichen Austausch eine konkrete Projektzusammenarbeit entstehen kann.

Mit unserer Planer- und Bauherrenberatung bringen wir technische Kompetenz früh in die Planung ein. Bauphysikalische Berechnungen schaffen eine Grundlage, um Anforderungen nachvollziehbar zu beurteilen und Lösungen auf die jeweilige Nutzung abzustimmen.

Je nach Aufgabenstellung arbeiten Beratung, Produktmanagement, Produktion und weitere Fachbereiche zusammen. Für unsere Kundinnen und Kunden entstehen dadurch kurze Abstimmungswege, mehr Planungssicherheit und technische Unterstützung über verschiedene Projektphasen hinweg.

Für eine technische Beratung zu Ihrem Projekt steht Ihnen unser Planer- und Bauherrenberater Jamal Harrab gerne zur Verfügung.